{"id":88,"date":"2010-09-06T00:20:20","date_gmt":"2010-09-05T22:20:20","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.igler.at\/?p=88"},"modified":"2010-09-06T00:20:20","modified_gmt":"2010-09-05T22:20:20","slug":"willkommen-in-felsor-oder-warum-das-mit-den-karntnern-so-ist-wie-es-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.igler.at\/?p=88","title":{"rendered":"Willkommen in Fels\u0151r oder Warum das mit den K\u00e4rntnern so ist, wie es ist."},"content":{"rendered":"<p>Fels\u0151r ist der ungarische Name f\u00fcr Oberwart im Burgenland. So etwas erf\u00e4hrt man allerdings nur, wenn man dort hinf\u00e4hrt, denn es steht auf den zweisprachigen Ortstafeln. Denen von Oberwart. Und weil da sonst niemand ein Aufheben davon macht, wird das auch normalerweise nicht erw\u00e4hnt, so dass man es eben nur erf\u00e4hrt, wenn man dort auch hinf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Und wer, bitte, f\u00e4hrt schon nach Oberwart im Burgenland?<\/p>\n<p>Ich, vor ein paar Monaten, um mich dort im Krankenhaus einer Niere zu entledigen, die man als irgendwie kaputt identifiziert hat. Und weil mein Arzt und guter Freund im steirischen Hartberg lebt, das gleich \u00fcber der Landesgrenze auf der steirischen Seite liegt, und der kennt den Primar am benachbarten Landeskrankenhaus \u2026 so kommt ein Wiener nach Fels\u0151r.<\/p>\n<p>Die Bewohner von Oberwart\/Fels\u0151r m\u00f6gen mir verzeihen, ihre ist eine h\u00fcbsche Stadt, und in Wirklichkeit sogar dreisprachig, weil die burgenl\u00e4ndischen Kroaten dort auch sind, zumindest war es mein Bettnachbar, da konnte ich gleich meine Kenntnisse von na\u0161 jezik, meinem k\u00fcmmerlichen Serbokroatisch, ausprobieren.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, und alleine daf\u00fcr geh\u00f6rt Oberwart\/Fels\u0151r hiermit vor den Vorhang gebeten, schaffen sie seit mehr als drei\u00dfig Jahren etwas, was man in K\u00e4rnten, selbes Land, n\u00e4mlich \u00d6sterreich, aber keine zweihundert Kilometer weiter s\u00fcdlich, bis heute nicht auf die Reihe bekommt: Das friedliche Nebeneinander verschiedener Sprachkulturen, komplett mit Ortstafeln und Wegbeschriftungen.<\/p>\n<p>Nun ist es aber einmal so, dass die beste aller Ehefrauen aus K\u00e4rnten kommt, somit komme ich nicht umhin, mich mit diesem Thema auseinander zu setzen.<\/p>\n<p>Und immer wieder werde ich von meinen Freunden gefragt (so diese selbst keine K\u00e4rntner sind): \u201eSag\u2019 einmal, wie h\u00e4ltst Du es dort aus?\u201c\u00a0 Sehr beliebt als Kommentar, wenn ich meinen Aufenthalt im s\u00fcdlichsten Bundesland \u00d6sterreichs bekannt gebe, ist auch: \u201eAlso das in K\u00e4rnten, das verstehe ich einfach nicht.\u201c<\/p>\n<p>Hinzugekommen zum klassischen Ortstafelthema ist in j\u00fcngster Zeit die Thematik der Hypo Alpe Adria, jener biederen Provinzbank, die sich vor ein paar Jahren pl\u00f6tzlich einbildete, sie m\u00fcsse jetzt bei den Gro\u00dfen mitspielen, was bekanntlich in einem Desaster endete und die Republik mehrere Milliarden Geld gekostet hat. Was zur Beliebtheit der K\u00e4rntner nicht beigetragen hat, komplett mit all dem, was man jetzt so um J\u00f6rg Haider ausgr\u00e4bt, im Zuge der Ermittlungen, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft. Und schon wird in allen Medien die K\u00e4rntner Seele beschworen, was immer das denn auch sein mag.\u00a0 Doch davon sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcge, wenn ich bekannt gebe, unser Wohnsitz in \u00d6sterreich werde in Zukunft in K\u00e4rnten sein, immer hinzu, \u201eaber bei den Windischen, in Unterk\u00e4rnten\u201c, was zumindest bei der Mehrheit meiner Freunde zu deutlich erleichtertem Aufatmen f\u00fchrt, aber das erkl\u00e4rt jetzt auch nicht, wieso das mit den K\u00e4rntnern so ist, wie es ist.<\/p>\n<p>Ich glaube, man muss das in mehrere Teilbereiche zerlegen.<\/p>\n<p>Wer mich kennt, wei\u00df dass jetzt ein historischer Diskurs folgen muss. Keine Angst, er wird nicht lange, aber es ist nun einmal ein Faktum, dass auf dem Gebiet, das wir heute als Bundesland K\u00e4rnten kennen, seit mehr als viertausend Jahre Menschen leben. Und nat\u00fcrlich haben sich die Grenzen dieses \u201eK\u00e4rnten\u201c in dieser Zeit mehrfach verschoben.<\/p>\n<p>Vielleicht sollte man erw\u00e4hnen, dass es \u2013 bis auf die letzten zweihundert Jahre \u2013 dabei immer v\u00f6llig wurscht war, was f\u00fcr eine Sprache gesprochen wurde. Und das mit der Nation \u2013 alles sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Erstmal kommen die R\u00f6mer, die kommen in Europa fast immer, da finden sie schon das bl\u00fchende keltische K\u00f6nigreich der Noriker vor, mit dem Hauptort auf dem Magdalensberg, und einer Ausdehnung im Norden bis an die Donau, und im S\u00fcden bis\u00a0 an die Adria, schlie\u00dflich trieb man nachweislich mit den Etruskern Handel.<\/p>\n<p>In \u00f6sterreichischen Leseb\u00fcchern, vor allem denen der zweiten Republik, wird dieses keltische K\u00f6nigreich Norikum gerne als die Keimzelle \u00d6sterreichs bezeichnet, wenn man so will, sind also die K\u00e4rntner die ersten \u00d6sterreicher, das l\u00e4sst eine Reihe von Schl\u00fcssen zu, die verschieben wir jetzt auch auf sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Erst kommen noch die Germanen, und dann die Slawen. Das hat ganz allgemein mit der V\u00f6lkerwanderung zu tun, wie wir aus der Schule wissen, und f\u00fchrte zum Untergang des r\u00f6mischen Reiches, der Gote Odoaker setzt 476 nach Christus den letzen r\u00f6mischen Kaiser ab, das war\u2019s. (Im Osten geht die Sache noch mal tausend Jahre weiter, bis zum Fall von Konstantinopel, aber was K\u00e4rnten betrifft, ist das wurscht.)<\/p>\n<p>Besagte V\u00f6lkerwanderung sp\u00fclt nicht nur die Germanen nach Mittel- und S\u00fcdeuropa, sondern kurz darauf auch die Slawen, die \u2013 ihrerseits von den Awaren aus dem Osten bedr\u00e4ngt \u2013 um 600 die Drau entlang nach Westen vorsto\u00dfen. Bei Lienz bekommen sie 610 von den Bayern, die ihrerseits das Pustertal heraufziehen, ordentlich eins drauf, das stoppt den slawischen Expansionsdrang. Und im S\u00fcden ist es auch nicht besser, da bekommen die Slawen von den Langobarden im Friaul Saures.<\/p>\n<p>Und schon ist unser historisches Sittenbild fertig: Deutsch aus dem Westen, Italienisch (na ja, was man in Udine so daf\u00fcr h\u00e4lt) aus dem S\u00fcdwesten, und Slowenisch aus dem S\u00fcdosten, Kreuzungspunkt ist K\u00e4rnten \u2013 da hat sich bis heute nicht viel daran ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Die Slawen jedenfalls, in ihrem Expansionsdrang nach Westen und S\u00fcden gestoppt, siedeln sich in den fruchtbaren T\u00e4lern von Drau, Mur und Save an und bilden mit der keltoromanischen Bev\u00f6lkerung, ein neue Einheit: Das slawische F\u00fcrstentum Karantanien. Zentrum war das Zollfeld, wo auch der ber\u00fchmte F\u00fcrstenstein steht, die umgedrehte Basis einer r\u00f6mischen S\u00e4ule, auf der die jeweiligen Herrscher rituell eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>Dieser Brauch wird auch von den Bayern \u00fcbernommen, die hundert Jahre sp\u00e4ter die Slawen im s\u00fcd\u00f6stlichen Europa missionieren, man darf annehmen, dass das alles nicht sehr friedlich von Statten ging, hundert Jahre sp\u00e4ter jedenfalls geh\u00f6rt Karantanien zu Bayern. Und noch einmal hundert Jahre sp\u00e4ter besiegt Karl der Gro\u00dfe die Bayern und kassiert bei der Gelegenheit auch Karantanien. Der Name gef\u00e4llt ihm, das mit dem Herzogstuhl auch, also errichtet er die Mark Karantanien, die reicht im S\u00fcden bis Spoleto und umfasst auch die Lombardei, dazu geh\u00f6ren noch Bayern sowie die Gebiete des ehemaligen Norikum bis zur Donau und sogar dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>So gesehen haben die K\u00e4rntner eine m\u00e4chtige Geschichte. Doch die war nicht sehr nett mit ihnen, denn aus der Mark Karantanien wurde sp\u00e4ter die Steiermark, und auch der Rest kam bald wieder abhanden, so dass die Habsburger schlie\u00dflich, gegen Ende des Mittelalters, ein stark geschrumpftes K\u00e4rnten \u00fcbernehmen. Als feine Ironie der Geschichte bekommen die Habsburger K\u00e4rnten vom Kaiser Ludwig IV, der bayerische Wittelsbacher tr\u00e4umt von einer Erbkaiserw\u00fcrde f\u00fcr Bayern, legt aber mit dem Lehen die Basis f\u00fcr Macht des Hauses Habsburg im n\u00e4chsten halben Jahrtausend und den gleichzeitigen Niedergang Bayerns als Kolonialmacht in S\u00fcdosteuropa.<\/p>\n<p>Genug Geschichte. Jedenfalls lernen wir daraus, dass K\u00e4rnten, seitdem das slawische Herzogtum Karantanien von bayerischen Kriegsmissionaren \u00fcberrannt wurde, stets fremddefiniert war. Die lange Kette fr\u00e4nkischer K\u00f6nige nach Karl dem Gro\u00dfen vergab K\u00e4rnten immer wieder an andere Herrscher als Lehen, schon 1270 wird mit Graf Ulrich von Heunburg zum ersten Mal ein K\u00e4rntner Landeshauptmann berufen, da kann sich Onkel Pr\u00f6ll noch was abschneiden.<\/p>\n<p>Na ja, egal. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass es \u2013 man w\u00e4re geneigt zu sagen, selbstverst\u00e4ndlich \u2013 auch immer lokale Aufst\u00e4nde gegen die diversen Fremdherrschaften in K\u00e4rnten gegeben hat, man erspare mir hier die Aufz\u00e4hlungen. Aus jener Zeit stammt etwa die Beziehung zur fr\u00e4nkischen Stadt Bamberg: Das erst 1007 gegr\u00fcndete Bistum Bamberg erhielt von diversen Frankenk\u00f6nigen reichhaltige Besitzt\u00fcmer im heutigen K\u00e4rnten, wohl auch, weil man so versuchte, die Bildung einer selbst\u00e4ndigen Erbherrschaft im Herzogtum zu verhindern.<\/p>\n<p>Und das w\u00e4re in meinen Augen die erste Lektion: K\u00e4rnten hat eine tausendj\u00e4hrige Geschichte der Rebellion gegen eine Herrschaft von \u201eau\u00dfen\u201c, wie immer man das jetzt definieren mag. Und es stimmt schon: Das habsburgische Kernland umfasste schlie\u00dflich die ewig kaisertreuen Tiroler, die entweder den Bayern oder den b\u00f6hmischen P\u0161emisliden abgenommenen L\u00e4nder ober und nieder der Enns, die Steiermark und eben das ewig rebellische Herzogtum K\u00e4rnten.<\/p>\n<p>Und das war, und das w\u00e4re Lektion zwei, grunds\u00e4tzlich nicht \u201edeutschsprachig\u201c, wobei man da jetzt streiten kann, wie weit. Denn damals gab es den Begriff der Nation nicht, wichtig war allenfalls der Stand, Herrschaftssprache im Mittelalter war sowieso Lateinisch, und was f\u00fcr eine Sprache der jeweilige Bauer irgendwo sprach, war sowas von egal. Wobei hier gleich mit dem Idealbild des \u201eMultikulti im Mittelalter\u201c aufger\u00e4umt werden muss, denn die einzelnen Volksgruppen lebten nebeneinander, ohne sich zu vermischen.<\/p>\n<p>Und jetzt m\u00fcssen wir leider noch einmal die Geschichte bem\u00fchen, in Form der franz\u00f6sischen Revolution, denn diese erfindet die Nation, diese neue Idee von \u201eein Volk, ein Staat\u201c, das irgendwie zwingend mit \u201eeiner Kultur und einer Sprache\u201c zusammenh\u00e4ngt. Im zentralistischen Frankreich lie\u00df sich das auch noch relativ einfach umsetzen (obwohl die Korsen das bis heute noch nicht ganz eingesehen haben), aber dort, wo sich die Deutschen mit den Slawen vermischen, in einem breiten G\u00fcrtel von der Ostsee herunter bis zur Adria, hat das in den vergangenen zweihundert Jahren zu gro\u00dfen Problemen gef\u00fchrt. Weil mit dem nebeneinander auf ein und demselben Territorium, damit war jetzt nix mehr, weil die Parole \u201eein Volk\u201c nicht nur zu \u201eeiner Sprache\u201c, sondern auch zu \u201eein Land\u201c f\u00fchrt, so kommt Europa zu seinen Nationalstaaten.<\/p>\n<p>Nur die Habsburger haben in den letzten hundert Jahren ihrer Regentschaft dieses Nationenprinzip w\u00fctend bek\u00e4mpft, weil es implizit den gleichzeitigen Zerfall des vielsprachigen und damit polykulturellen Habsburgerreichs bedeutete. Und konsequenterweise haben die Siegerm\u00e4chte im Ersten Weltkrieg \u2013 allesamt Nationalstaaten \u2013 daf\u00fcr gesorgt, dass genau das passiert ist.<\/p>\n<p>Und die gemischtsprachigen oder, wenn man so will, gemischt kulturellen Gebiete, wurden dabei halt dem einen oder anderen Volk zugeschlagen. Und weil Deutschland, und damit \u201edie Deutschen\u201c gerade besiegt worden waren und so nicht mit f\u00fcrchterlich viel Sympathie rechnen durften, wurden gemischtsprachige Gebiete im Zweifelsfalle immer dem neuen Nationalstaat zugeschlagen.<\/p>\n<p>Nur im Gebiet des heutigen K\u00e4rnten ist das Konzept nicht aufgegangen, der Rest z\u00e4hlt zum \u00f6sterreichischen Nationalmythos, \u00fcber den, ganz besonders in K\u00e4rnten, keine Witze gemacht werden d\u00fcrfen, und schon gar keine Fragen gestellt.<\/p>\n<p>Im Abstimmungsgebiet waren aber, laut letzter amtlicher Feststellung der k.k.Verwaltung von 1911, rund 70 Prozent der Bev\u00f6lkerung slowenisch, trotzdem stimmten, bei einer hohen Wahlbeteiligung, 59,04 der Wahlberechtigten f\u00fcr den Verbleib bei \u00d6sterreich. Warum sie das getan haben, ist bis heute eines der ganz gro\u00dfen Enigmen, ich habe darauf keine Antwort, nur Vermutungen.<\/p>\n<p>Vielleicht waren sie dem altvertrauten Karantanien, ihrem Koro\u0161ka, einfach n\u00e4her als dem diffusen neuen \u201eK\u00f6nigreich der Serben und Kroaten\u201c, in dessen Namen die Slowenen erst einmal gar nicht vorkamen. Vielleicht waren sie auch einfach konservative Bauern, die mit der neumodischen Idee einer slowenischen Nation, die von den jungen Stadtfr\u00e4cken aus Laibach, mit nicht sehr viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das K\u00e4rntner Landleben, verk\u00fcndet wurden, nichts anzufangen wussten oder damit nichts zu tun haben wollten. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren, und Gespr\u00e4che dar\u00fcber sind, bislang zumindest, in diesem Land tabu, ich habe jedenfalls noch kein ernsthaftes f\u00fchren k\u00f6nnen, weder mit windischen noch mit deutschen K\u00e4rntnern.<\/p>\n<p>Den Windischen, wie deutsche K\u00e4rntner ihre slowenischen Landsleute nennen (das alte mittelhochdeutsche Wort f\u00fcr Fremde, auch als Welsche oder Walser bekannt), hat ihr Bekenntnis zu \u00d6sterreich nix gebracht.\u00a0 Entweder fielen sie dem Assimilationsdruck zum Opfer oder den Nazis, die sie offen verfolgten und deportierten. Von den \u00fcber siebzig Prozent im damaligen Abstimmungsgebiet sind es heute, je nach Lesart, nur mehr zwei bis f\u00fcnfzehn Prozent, der Streit ist noch anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Um der Wahrheit die Ehre zu geben, ging es anderen Minderheiten in \u00e4hnlichen Situationen auch nicht besser. Von der Vertreibung der deutschsprachigen Minderheit aus der S\u00fcdsteiermark wei\u00df man eher weniger, wohl weil es auch nicht so viele waren, aber n\u00e4here Recherchen ergeben, dass es ihnen nicht besser ging, im Gegenteil. Und was die Spannungen zwischen Slowenen und Italiener betrifft, so liegt es wohl daran, dass weder Slowenisch noch der harte friulanische Dialekt zum Sprachschatz der \u00d6sterreicher geh\u00f6ren. Taucht man dennoch etwas ein in die Geschichte, so kommen lauter unerfreuliche Dinge zum Vorschein. Zum Beispiel die Geschichte von der zugemauerten H\u00f6hle im slowenischen Istrien, in der man \u00fcber zweihundert Leichen fand, alle mit auf dem R\u00fccken zusammengebundenen H\u00e4nden. Aber das ist keine Entschuldigung.<\/p>\n<p>Es ist auch keine Entschuldigung, anzuf\u00fchren, dass die Irredentisten im slowenischen Parlament, einem au\u00dferordentlich h\u00e4sslichen Geb\u00e4ude in Laibach, mindestens ebenso \u00fcbel sind wie die Mitglieder des K\u00e4rntner Heimatbundes. So gab es einen Antrag zu einer Resolution (sie ging nicht durch), im Zuge der neu gewonnen Eigenstaatlichkeit erneut einen politischen Anspruch auf die ehemals slowenischsprachigen Gebiete in K\u00e4rnten zu erheben. Man kann das als pubert\u00e4res Ged\u00f6ns eines jungen Staates abtun, man kann es aber auch als das nehmen, was es ist, n\u00e4mlich brauner Gestank. Halt von der Maschikseite. \u00c4ndert aber nichts an der Braunheit.<\/p>\n<p>Bei der Volksabstimmung \u00fcber den Vertrag mit Kroatien \u00fcber die Beilegung des Konflikts \u00fcber die Bucht von Piran, die im Sommer 2010 \u00fcber die B\u00fchne ging, fielen S\u00e4tze, die nur deshalb keiner kennt, weil wir ja alle nicht Slowenisch k\u00f6nnen. Zum Beispiel der: \u201eJetzt haben wir vor hundert Jahren um ein paar Stimmen K\u00e4rnten verloren, und vor f\u00fcnfzig Jahren um ein paar Stimmen Triest \u2013 wenn wir jetzt nachgeben, verlieren wir auch noch den Zugang zu unserem Meer\u201c. Er hat tats\u00e4chlich na\u0161e more gesagt, sein Name sei hier schamhaft verschwiegen, ich will solchen Leuten keine \u00d6ffentlichkeit bieten, nicht einmal in meinem Blog.<\/p>\n<p>Dazu kommt, dass die Slowenen im ganzen ehemaligen Jugoslawien ziemlich unbeliebt sind. Ich wei\u00df das, ich lebe dort, und so gut ist mein Serbokratisch schon, dass mir das auff\u00e4llt. Sie galten schon im alten Jugoslawien als besserwisserisch, \u00fcberheblich und eingebildet, sie selbst sehen sich gerne als Musterknaben, wer\u2019s nicht glaubt, der lese den Wikipediaeintrag zu Slowenien.<\/p>\n<p>Vielleicht sollte man noch erw\u00e4hnen, dass es knapp zwei Millionen Einwohner der Republik Slowenien gibt, aber nur 559.404 Einwohner des Bundeslandes K\u00e4rnten, soviel zu K\u00e4rnten deutsch und ungeteilt, aber vielleicht meinen sie mit K\u00e4rnten nicht Karantanien oder Koro\u0161ka, so genau muss ich das jetzt nicht wissen.<\/p>\n<p>Dann gibt es auch noch einen (K\u00e4rntner) Landeshauptmann, der so strunzdumm ist, dass er nicht gleichzeitig gehen und Kaugummi kauen kann (beobachten Sie ihn einmal, wenn er stehen bleibt, dann f\u00e4ngt er gerne wieder zu kauen an). Der verbreitet dann so Schwachsinn wie die K\u00e4rntner Bev\u00f6lkerung sei besorgt \u00fcber das Wiederaufflammen der so genannten Ortstafeldiskussion. Die K\u00e4rntner sind \u00fcber viele Dinge besorgt, zum Beispiel \u00fcber ihre Schulden (jeder Wiener hat Schulden von 1500 Euro, jeder K\u00e4rntner von 6500 Euro, wenn man die jeweilige Landesschuld auf die Bev\u00f6lkerung umlegt), zum Beispiel, oder \u00fcber ihre Jobs (im August 2010 lag die gesamt\u00f6sterreichische Abeitslosenquote bei 5,9 Prozent, in K\u00e4rnten bei 6,6), aber die Ortstafeln von Bleiburg oder Ebersdorf sind ihnen ziemlich egal.<\/p>\n<p>Derselbe Landeshauptmann entbl\u00f6dete sich diesen Sommer auch nicht, im ORF zu behaupten, in den 70er Jahren h\u00e4tte es konkrete jugoslawische Pl\u00e4ne zur Besetzung Unterk\u00e4rntens gegeben, und nur das Verhandlungsgeschick des damaligen Kanzler Kreisky bei Marschall Tito pers\u00f6nlich habe Schlimmeres verhindert.<\/p>\n<p>Das hat er tats\u00e4chlich gesagt. Ernsthaft. In Radio K\u00e4rnten.<\/p>\n<p>Meine kroatischen Freunde sind, als ich es ihnen erz\u00e4hlt habe, vor Lachen fast gestorben. Jugoslawien h\u00e4tte, so meinten sie dann, nachdem sie sich wieder erholt hatten, nie \u2013 niemals \u2013 f\u00fcr einen obskuren Sprachenstreit der h\u00f6chst unbeliebten Slowenen irgendetwas riskiert, schon gar nicht so was. Aber in K\u00e4rnten kann man mit so was heute noch Politik machen.<\/p>\n<p>Ach ja, die K\u00e4rntner Seele, wir wollten doch eingangs die Frage nach ihr stellen. Bislang haben wir folgende Teilergebnisse:<\/p>\n<p>Erstens: Die K\u00e4rntner Seele besteht aus einem deutschen und einem slowenischen Teil. Das ist zwar historisch fundiert, dennoch leugnet jeweils die eine Volksgruppe die Existenz der anderen. Besonders h\u00fcbsches Beispiel: Auf den ersten Tolarnoten des neuen Staates Slowenien gab es eine Abbildung des (eingangs erw\u00e4hnten) Herzogstuhls. Teilweise verstehen die Slowenen die darauf folgende Aufregung in K\u00e4rnten bis heute nicht. In der Zwischenzeit haben sie eh\u2019 den Euro, damit ist das Thema wieder vom Tisch.<\/p>\n<p>Zweitens: Die K\u00e4rntner Seele ist traditionell rebellisch und der fernen Zentralgewalt gegen\u00fcber (in diesem Fall Wien) eher feindlich gesinnt.<\/p>\n<p>Drittens ist etwas komplexer: K\u00e4rnten war einmal ein sehr reiches Land, der Bergbau, zum Beispiel, machte im Hochmittelalter aus Friesach die wichtigste Stadt zwischen Wien und Venedig, der silberne Friesacher Pfennig war Jahrhunderte lang eine hochsolide W\u00e4hrung. Wer genau schaut, vor allem in der Architektur von St\u00e4dten wie St. Veit oder V\u00f6lkermarkt, der kann auch heute noch Spuren davon finden, aber grosso modo ist K\u00e4rnten heute ein armes Land, der Bergbau und die damit verbundene Eisenindustrie des Vorm\u00e4rz von der Industrialisierung hinweggefegt. Ich habe einen Freund aus Friesach, er ist etwas j\u00fcnger als ich, wenn ich dem das mit dem Pfennig erz\u00e4hle, sch\u00fcttelt er nur den Kopf. Heute sei seine Heimatstadt, meint er, so perspektivlos wie eine Sandmanufaktur in der Sahara, er selbst habe am Tag nach seiner Matura seine Heimatstadt fluchtartig verlassen und es seither nicht ein einziges Mal bereut.<\/p>\n<p>Solche S\u00e4tze kann man oft h\u00f6ren, von K\u00e4rntnern, die nicht (mehr) in K\u00e4rnten leben. Und so leiten wir das dritte Ergebnis \u00fcber die K\u00e4rntner Seele ab: Sie hat einen Minderwertigkeitskomplex. Und zwar einen doppelten: Einerseits den aller \u00d6sterreicher (\u201eWir waren einmal gro\u00df und m\u00e4chtig, heute sind wir die Wurstel Mitteleuropas\u201c) und andererseits noch einmal speziell als K\u00e4rntner (Sie erinnern sich: von Mailand und Bamberg bis Wien und Ungarn, K\u00e4rnten als Mittelpunkt der Welt). Und dieser doppelte Minderwertigkeitskomplex ist es, der uns direkt zum n\u00e4chsten Thema f\u00fchrt, das ich ebenfalls schon zu Eingang angef\u00fchrt habe: Der Murks um die Hypo Alpe Adria.<\/p>\n<p>Nur so ist zu verstehen, warum eine kleine, unbedeutende Provinzbank, deren prim\u00e4re Aufgabe die ordentliche Abwicklung des Landesbudgets war sowie die unspektakul\u00e4re Vergabe von Hypothekarkrediten im lokalen Bereich, eines Tages pl\u00f6tzlich hypertroph zu wachsen begann wie ein Krebsgeschw\u00fcr, in f\u00fcnf Jahren ihre Bilanzsumme verdreissigfachte (sic!) und mit einem protzigen Neubau der Klagenfurter Zentrale sozusagen auch architektonisch verk\u00fcndete, man wolle jetzt bei den gro\u00dfen Buben mitspielen. Und \u2013 das ist der springende Punkt \u2013 keiner hat dagegen protestiert. Niemand. Es fanden vielleicht nicht alle so schlau, aber gesagt hat das keiner \u00f6ffentlich. Im Gegenteil, die Politik in Form von Landeshauptmann Haider jubilierte und fand, endlich habe K\u00e4rnten wieder einen Teil jener Gr\u00f6\u00dfe zur\u00fcckbekommen (\u201eWir sind ab heute reich\u201c), die ihm historisch seit je her (oder zumindest seit Karl dem Gro\u00dfen, was ja fast dasselbe ist), zust\u00fcnde.<\/p>\n<p>In Wirklichkeit haben sich unsere biederen Bauernbuben auf dem Balkan \u00fcber den Tisch ziehen lassen, und wenn nur die H\u00e4lfte der Geschichten stimmt, die man sich in Kroatien und Montenegro \u00fcber die Hypo erz\u00e4hlt, dann waren sie noch viel d\u00fcmmer, als wir es uns in unseren \u00e4rgsten Albtr\u00e4umen vorgestellt hatten.<\/p>\n<p>Ganz erkl\u00e4rt ist dieses Ph\u00e4nomen dieser abartigen provinziellen Dummheit, gepaart mit spie\u00dfiger Gro\u00dfmannssucht, noch nicht ganz durch diesen Minderwertigkeitskomplex, aber es ist ein erster Ansatz. Erweiternd k\u00f6nnte man noch ein wenig altmodischen Neid sowie den \u201eDas-wollen-wir-auch-einmal-d\u00fcrfen\u201c-Komplex hinzuf\u00fcgen oder das, was ich das Velden-P\u00f6rtschach-Syndrom nenne.<\/p>\n<p>N\u00e4mlich: Seit der zweiten H\u00e4lfte des neunzehnten Jahrhunderts macht die gro\u00dfe Welt Sommerferien in K\u00e4rnten, genauer gesagt am W\u00f6rther See. Sie sind zwar nicht so prunkvoll und auch nicht so zahlreich wie ihre Verwandten am Comer See, am Lac Leman oder am Z\u00fcrisee, aber sie stammen aus derselben Zeit, die feudalen Villen des Gro\u00dfb\u00fcrgertums, das so seinen neu erworbenen Reichtum auch zur Schau stellen wollte, wie das Walter Benjamin so treffend analysiert hat. Ich will jetzt keine Diskussion dar\u00fcber ausl\u00f6sen, wie reich die Sommerg\u00e4ste in Velden und P\u00f6rtschach heute tats\u00e4chlich sind, und wie viel von dem ganzen Talmi nur Staffage f\u00fcr das Trauerspiel W\u00f6rthersee ist und wie viel tats\u00e4chlich mit Geld hinterlegt. Schlie\u00dflich sitzt hier die Flick-Stiftung, und gleichzeitig ist das Schlosshotel Velden gerade wieder einmal \u2013 halt, nein, es geh\u00f6rt ja jetzt der Hypo Alpe Adria. Und sucht einen neuen Besitzer. Sei\u2019s drum, eine Wohnung beim Werzer in Velden steht derzeit mit 1,3 Mio Euro zum Verkauf an. Und das ist dann auch nur eine doofe Ferienwohnung in \u00d6sterreich: Es ist schon noch immer so, dass dem kleinen K\u00e4rntner Bauernbuben bei seinem Ferienjob in P\u00f6rtschach oder Krumpendorf die Augen herausfallen, wenn er sieht, wie viel Geld andere Leute tats\u00e4chlich haben k\u00f6nnen. Und mit wie viel Macht das dann verbunden ist.<\/p>\n<p>Von dort bis zu der Erkenntnis: Das will ich auch haben, ist es nicht so weit, wie manche denken m\u00f6gen, und in der provinziellen Einf\u00e4ltigkeit kann es schon einmal passieren, dass so ein Bub glaubt, wenn er nur gut aussehen und einen dicken Wagen fahren kann, dann sei das schon die halbe Miete auf dem Weg zu Reichtum und Ruhm. Sie kennen die Geschichte vom Buben eines Veldener Autoh\u00e4ndler, der recht fesch war und dann viel ererbtes Geld geheiratet hat, nachdem er kurz Finanzminister \u2026 lassen wir das, die Verfahren sind anh\u00e4ngig, sonst werde ich noch geklagt. Aber eine Zeit lang hat diese K\u00e4rntner Provinzfeschheit, dieses leicht schmierige, braungebrannte Blonde, dieses Vorstadtstrizzi-auf-dummdreister-Bauernbub irgendwo zwischen sportlich und bl\u00f6d, sogar Einzug in die gesamt\u00ad\u00f6sterreichische Politik gefunden.<\/p>\n<p>Das hat weniger mit K\u00e4rnten zu tun und mehr mit J\u00f6rg Haider, der bekanntlich aus Ober\u00f6sterreich stammt und sich nur dort niedergelassen hat, wo er die besten Bedingungen f\u00fcr seine Art der populistischen Politik fand. Inzwischen ist die Blase geplatzt, die Sonne vom Himmel gefallen, die K\u00e4rntner sind im Rest von \u00d6sterreich deutlich unbeliebter als vorher, und die K\u00e4rntner Seele hat eine weitere Schramme.<\/p>\n<p>Ich will mich jetzt nicht zum Ph\u00e4nomen Haider \u00e4u\u00dfern, das sollen Befugtere machen und tun es auch, wir gewinnen daf\u00fcr die n\u00e4chste Erkenntnis zur K\u00e4rnter Seele: Sie ist der tiefen \u00dcberzeugung, dass K\u00e4rnten und den K\u00e4rntnern in dieser Welt nur Ungerechtigkeit widerf\u00e4hrt. So wie in \u201eWir sind f\u00fcr die Anderen immer nur die Dummen\u201c. Das k\u00f6nnte jetzt auch anders herum interpretiert werden, aber Sie verstehen schon, was ich meine. In Wien nennt man das \u201eang\u2019r\u00fchrt\u201c: Die K\u00e4rnter Seele ist leicht ang\u2019r\u00fchrt und kommt gerne zu kurz. Oder so \u00e4hnlich. Ein Engl\u00e4nder w\u00fcrde jetzt sagen: They carry a chip on both their shoulders. Aber Englisch kann er ja nicht, unser Landeshauptmann. Macht nix, der deutsche Au\u00dfenminister auch nicht. (Igler, du schweifst ab. Ja, Frau Chefin.) Also: Ang\u2019r\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Mischung klingt ziemlich spie\u00dfig, und das ist sie auch. Die Nazis, diese Inkarnation des wild gewordenen Kleinb\u00fcrgertums, fanden bei den deutschen K\u00e4rntnern denn auch fruchtbaren Boden, es hat keinen Sinn, es zu leugnen, und genau so wie im Rest des Landes wird auch hier dieser Teil der Vergangenheit nicht aufgearbeitet. Wozu auch, is\u2019 eh\u2019 oll\u2019s supa, ned?<\/p>\n<p>Das klingt b\u00f6se? Das soll es auch.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind nicht alle K\u00e4rntner so. Viele unserer K\u00e4rntner Freunde stehen ebenso fassungslos wie unsereiner vor dieser aus dem Ruder gelaufenen Provinzposse. Das heimt\u00fcckische dabei ist ja, dass K\u00e4rnten ein von Gott speziell mit Sch\u00f6nheit gesegnetes Fleckchen Erde ist und die K\u00e4rntner an und f\u00fcr sich irrsinnig nette Menschen sind; ich kann gut verstehen, wie man als K\u00e4rntner feuchte Augen bekommen kann, wenn man an seine Heimat denkt. Und dass es ganz schwer ist, die Grenze zwischen volkst\u00fcmlich und volkst\u00fcmelnd zu ziehen.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich haben uns die Bauern, ob windisch oder nicht, hier alle ganz herzlich willkommen gehei\u00dfen, haben uns geholfen mit Rat und Tat, uns hilflosen Stadtmenschen im K\u00e4rntner Unterland, ich kann \u00fcber die Menschen hier nur Gutes sagen, sie sind alle ganz freundlich, und keiner nimmt mir meinen Wiener Zungenschlag \u00fcbel, oder meine kroatischen Nummerntaferln am Auto.<\/p>\n<p>Ach ja, die K\u00e4rntner Seele? Na, so wie die aller anderen \u00d6sterreicher. Nur noch ein bisserl mehr so. Irgendwo zwischen gem\u00fctlich und hinterfotzig, halt. Aber das wussten wir ja schon vorher, oder?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fels\u0151r ist der ungarische Name f\u00fcr Oberwart im Burgenland. So etwas erf\u00e4hrt man allerdings nur, wenn man dort hinf\u00e4hrt, denn es steht auf den zweisprachigen Ortstafeln. Denen von Oberwart. 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