{"id":31,"date":"2009-06-05T23:20:45","date_gmt":"2009-06-05T21:20:45","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.igler.at\/?p=14"},"modified":"2009-06-05T23:20:45","modified_gmt":"2009-06-05T21:20:45","slug":"mugello-oder-wie-man-motorrad-fahrt-ohne-motorrad-zu-fahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.igler.at\/?p=31","title":{"rendered":"Mugello oder Wie man Motorrad f\u00e4hrt, ohne Motorrad zu fahren."},"content":{"rendered":"<p>Und es begab sich, dass die beste aller Ehefrauen in Z\u00fcrich zu tun hatte, und ich sollte sie begleiten. Genauer gesagt in Olten. (Was ist Olten? Die gr\u00f6sste Stadt in Solothurn, aber nicht die Hauptstadt. Was ist Solothurn? Ein Kanton, Soleure auf Franz\u00f6sisch. Wie bitte? Vergiss es \u2013 Olten ist ein Kaff in der deutschen Schweiz.) Jedenfalls hatten wir daf\u00fcr sechs Tage Zeit, denn man kam, um Haus und Katzen auf der Insel zu h\u00fcten, also zogen wir aus von Split in die Schweiz.<\/p>\n<p>Leider bedeutet das in Wirklichkeit rund 3000 km, also nahmen wir das Dieselschlachtschiff, obwohl wir uns schon auch ernsthaft die Triumph \u00fcberlegt hatten. Aber wer von Split nach Olten und zur\u00fcck f\u00e4hrt, macht jede Menge Meter auf der Dosenbahn, einspurig wurde mir das glatt verweigert.<\/p>\n<p>Passt schon, so scharf w\u00e4r\u2019 ich eh\u2019 auch nicht drauf gewesen. Au\u00dferdem hat das Schlachtschiff einen Tempomat. Aber immerhin hatten wir sechs Tage f\u00fcr die Angelegenheit vorgesehen; hei\u00dft zwei Tage Hardcore Meter und Gesch\u00e4ftliches machen, und vier Tage bummeln.<\/p>\n<p>So viel Autobahn ist auch mit dem Dieselschlachtschiff nicht aufregend, umso mehr, als es immer dieselbe Strecke ist, die wir fahren. Also machen wir jetzt endlich das, was wir uns schon seit drei Jahren vornehmen, n\u00e4mlich \u201eIrgendwann, wenn wir einmal Zeit haben, fahren wir da schon in Kroatien quer ab durchs Geb\u00fcsch\u201c \u2026 jetzt haben wir Zeit. Also biegen wir n\u00f6rdlich des Velebit scharf links ab, um uns quer durch die Gegend nach Rijeka zu schlagen.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick sieht es aus wie Oberk\u00e4rnten: Steil, bewaldet und in allen nur erdenklichen Schattierungen von Gr\u00fcn, vom Hellgr\u00fcn des ganz jungen Laubwald bis zum satten Dunkel der alten Tannenb\u00e4ume. Zehn Kilometer von der Autobahn ist schon die tiefste slawonische Provinz. Die Landstra\u00dfe kurvt sanft den Talboden entlang \u2013 das w\u00e4re jetzt geil auf dem Motorrad. Die Schlagl\u00f6cher sind aber auch nicht ohne, und auch die fl\u00e4chigen Frostaufbr\u00fcche hinter der engen Kurve, also vielleicht doch wieder nicht. Au\u00dferdem sind wir ja sowieso per Schlachtschiff, also was soll\u2019s. Am Stra\u00dfenrand weiden friedlich K\u00fche, die Sonne scheint, die V\u00f6gel zwitschern. Es ist h\u00f6chst malerisch. Dann kommt die Abzweigung.<\/p>\n<p>\u201eDas willst Du fahren?\u201c fragt die beste aller Ehefrauen entsetzt und meint den steilen Feldweg, in den ich abbiege. Aber ich war hier schon mal, das ist die Regionalstra\u00dfe nach Bjela Lasica, und wer wird denn gleich so pingelig sein, \u00fcberall Asphalt zu erwarten.<\/p>\n<p>Der Karstwald nord\u00f6stlich von Rijeka hat eine ganz eigene Atmosph\u00e4re. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein Wald bei uns \u2013 Nadel- und Laubb\u00e4ume gemischt, mit dicht bewachsenem Waldboden mir Farnen und B\u00fcschen. Doch wenn man genauer hinschaut, merkt man, dass das Terrain darunter Karstfelsen sind, die so wild zerkl\u00fcftet sind, dass der Wald einen wildromantischen Aspekt bekommt.<\/p>\n<p>Das muss man sich so vorstellen wie die Macchia bei uns im S\u00fcden: Selbst wenn Du es schaffst, durch das dichte Dornengestr\u00fcpp zu kommen, ist der Boden darunter so zerkl\u00fcftet, dass Du dir garantiert ein Bein brichst oder zwei Meter \u00fcber irgend einen Felsvorsprung f\u00e4llst, den Du unter der dichten Bodenbewachsung erst erkennst, wenn Du ihn gerade herunterpurzelst.<\/p>\n<p>Nur dass es hier echter Wald ist, so ein H\u00e4nsel-und-Gretel-Wald, mit wild aufragenden Felsw\u00e4nden und steil abfallenden Klippen mit kleinen Lichtungen, in die von oben einzelne Sonnenstrahlenb\u00fcndel fallen, in denen dann die M\u00fccken tanzen und die gro\u00dfen Farne ihre seltsamen Wedel schwenken. Riesige Baumstr\u00fcnke liegen dort, wo sie umgefallen sind, \u00fcberwachsen von Moos und B\u00fcschen. Dort hinten kommt gleich der B\u00f6se Wolf ums Eck, und bei der n\u00e4chsten Weggabelung steht sicher: Schneewittchen, zwei Kilometer links.<\/p>\n<p>Dort stehen dann nur zwei Orte zur Auswahl, die es partout auf der Karte nicht geben will. Also w\u00fcrfeln wir und nehmen die andere Abzweigung. Nach zwei Stunden haben wir drei\u00dfig Kilometer gemacht, auf einer Art Forststra\u00dfe mit tiefen Furchen. Ob ich da mit der Triumph und der besten aller Ehefrauen hinten drauf noch entspannt gefahren \u2026 nach einer weiteren halben Stunde senkt sich die Stra\u00dfe merklich abw\u00e4rts, links und rechts tauchen Felder auf, in denen zwar noch immer riesige Dolinen klaffen, aber wenigstens dazwischen k\u00f6nnte man schon querfeldein gehen. Und dann ist die Strasse wieder asphaltiert, und wir reiten in ein Karstdorf ein. Eigentlich schaut es aus wie in der Untersteiermark, vor drei\u00dfig Jahren. Wir sind in drei Stunden knapp 26 Kilometer Luftlinie weiter gekommen. Aber h\u00fcbsch war\u2019s. Noch zehn, f\u00fcnfzehn Kilometer kleine kurvige Landstrasse, dann hat sie uns wieder, die Dosenbahn.<\/p>\n<p>Jetzt aber Meter machen, Herbert, es ist schon Nachmittag, und wir sind noch nicht einmal aus Kroatien draussen.<\/p>\n<p>Gesagt, getan. Triest, Palmanova, Portogruaro, wohin fahren wir eigentlich? Ach ja, Olten. Nach meiner urspr\u00fcnglichen Planung wollte ich bei Vicenca nordwestlich abbiegen und mich \u00fcber\u2019s Gebirge ins Trento schlagen, dort irgendwo \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Tag \u00fcber den Brenner und unter dem Arlberg hindurch nach Z\u00fcrich und weiter nach Olten fahren. Nach drei Stunden ist Vicenca, hier zweigt eine Dosenbahn nordw\u00e4rts ab, die f\u00fchrt bis Thiene, irgendwann soll sie dann weiter nordw\u00e4rts f\u00fchren, \u00fcber den altopiano dei sette commune und dann durch das Gebirgsmassiv hindurch, um dann zwischen Rovereto und Trento in die Brennerautobahn einzum\u00fcnden. Gab\u2019s da nicht Widerstand? Irgendwie lassen sich ja auch die Italiener nicht mehr alles gefallen. Egal, ich will jetzt nicht politisch korrekt sein, sondern fahren, und wenn schon nicht Motorrad, dann wenigstens noch einen Pass, also biegen wir vorher westw\u00e4rts nach Schio ab und fahren weiter, Richtung Pasubio.<\/p>\n<p>Obwohl es Mitte Juni ist und daher abends ganz lange hell, ist es hinter Schio schon dunkel, man sollte sich einen Schlafplatz suchen, wenn geht auch was zu Essen. Torrebelvicino heisst es hier, mag sein, aber man sieht nichts davon, verdammt, das ist hier tiefste Provinz, um halb zehn ist alles dunkel und abgesperrt. Ich dachte, in Italien geht man erst nach neun Uhr abends essen? Na ja, in Rom vielleicht, oder in Firenze, aber das hier ist das Trento, hier wohnen die Ladiner, die sind ehrbar und gottesf\u00fcrchtig und gehen offenbar mit den H\u00fchnern schlafen. Die Strasse f\u00fchrt stetig bergauf, die H\u00e4user in den D\u00f6rfern sind aus Stein und dreist\u00f6ckig, eng stehen sie links und rechts, dunkel und abweisend. Da, rechts \u2013 ein Licht, Albergo und Ristaurante, wir sind gerettet.<\/p>\n<p>Wir sind auch die einzigen G\u00e4ste, wir bekommen noch eine Extraportion Pasta mit irgendeiner fatte-in-casa-Sauce dr\u00fcber, con s-peck, aber es schmeckt anst\u00e4ndig und wir gehen gleich schlafen. F\u00fcr den Gutenacht-Tschick muss die beste aller Ehefrauen vor die T\u00fcr, wir schweigen gemeinsam die dunkle Dorfstra\u00dfe hinunter. Minutenlang kommt kein Auto, dann kommen doch die Carabinieri vorbei, in ihrem Fiat. Na bitte, doch Zivilisation. Wir schlafen tief und fest, als w\u00e4ren wir einen Tag lang auf dem Bock gesessen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag kommen wir drauf, dass wir genau unter dem Pasubio sind, dunkel und steil ragt er vor uns in den Himmel. Wir fahren los. Spitzkehre, dann noch eine, dann noch eine, dann noch eine \u2013 bei vierzehn h\u00f6re ich auf zu z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wenn es jetzt nicht so regnen w\u00fcrde, w\u00e4re das nett mit dem Motorrad zu fahren. Heast, das ist steil.<\/p>\n<p>Sooo hoch sind die Berge hier gar nicht, aber daf\u00fcr die Talsohlen so tief unten. Gerade mal 2352 Meter ist der Pasubio, 2112 der Colsanto, dazwischen zw\u00e4ngt sich die Passstrasse, aber gleich danach senkt sich der Talboden bis auf 350 Meter Meeresh\u00f6he, das f\u00e4llt ganz sch\u00f6n heftig ab. Mitten auf die steilen Flanken sind dann die Bergd\u00f6rfer geklebt, irgendwie, die H\u00e4user alle aus Stein und mit zwei, drei Stockwerken, schmal, hoch, mit Schieferplatten gedeckt.<\/p>\n<p>Hier war mal eine Grenze. Im ersten Weltkrieg. Oben auf der Passh\u00f6he k\u00f6nnen sie sich gar nicht einkriegen, vor Gedenktafeln. Weiter unten haben wir einen Weinberg gesehen, der war so steil terrassiert, das man sich daf\u00fcr abseilen musste. Hier w\u00e4chst ein feiner Vernatsch, aber wenn Dir die Leseschere runter f\u00e4llt, f\u00e4llt sie ziemlich weit. Und in so einem Terrain haben sich die Idioten den Stellungskrieg gegeben, haben Saumpfade angelegt, den Berg untertunnelt wie einen Schweizer K\u00e4se, haben tonnenschwere Gesch\u00fctze auf die Gipfel geschleppt, und die Munition auch noch. \u00dcber hunderttausend von ihnen hat das alleine im Trento das Leben gekostet, drei lange Jahre, alles f\u00fcr Arsch und Friedrich. Oder f\u00fcr Kaiser und Vaterland. Oder auch vielleicht f\u00fcr Gott und Heimat, kreuzen Sie bitte das entsprechende an.<\/p>\n<p>Oben, am Pass, die bronzene Gedenktafel: Italia! Italia! Italia! Manchmal m\u00f6chte man an seinen Mitmenschen einfach verzweifeln. Als kleine Rache pinkle ich den Stein an, auf dem die Tafel h\u00e4ngt, aber ich f\u00fcrchte, das wird nicht helfen.<\/p>\n<p>Noch eine ganze Stunde windet sich das Bergstr\u00e4sschen die steile Bergflanke entlang, von Piano bis Rovereto, dann sind wir auf 200 Meter Seeh\u00f6he und in den G\u00e4rten wachsen wieder die Palmen. Und auf der Brennerdosenbahn staut es. Na super. Aber das Schlachtschiff hat ja auch eine Klimaanlage. So l\u00fcmmeln wir entspannt in den Sitzen und h\u00f6ren B.B. King und Amr Diab. Siehst Du, sagt mein kleiner Mann im linken Ohr, sei froh, dass Du nicht auf dem Bock bist, dann w\u00fcrdest Du jetzt im schw\u00fclen Regen zwischen Neumarkt und Bozen auf der Dosenbahn herumstehen und auf den Rosengarten starren.<br \/>\nIch sag\u2019 jetzt einmal gar nix.<\/p>\n<p>Rings herum g\u00e4be es ja noch eine Reihe von wirklich lockenden P\u00e4ssen, aber die beste aller Ehefrauen besteht darauf, heute Abend in Olten zu sein, also ist der Rest Routine. Und um sechs am Abend sind wir tats\u00e4chlich in Olten.<\/p>\n<p>Von Olten selbst ist wenig zu berichten, au\u00dfer dass es exakt dort lag, wo wir es erwartet hatten, und auch so aussah. Am Tag darauf ist alles, wof\u00fcr wir unterwegs sind, erledigt, also k\u00f6nnen wir entspannt wieder nach Hause bummeln.<\/p>\n<p>Zur R\u00fcckfahrt wollte ich unbedingt die Via Mala und den Spl\u00fcgenpass nehmen. Auch hier ist Ladiner Land, nur hei\u00dfen sie hier Romansche, daf\u00fcr ist der Baustil \u00e4hnlich, es ist nach wie vor alles aus Stein. Chur hei\u00dft auf Romansch C\u00f3ira und ist die \u00e4lteste Stadt der Schweiz, wir fahren trotzdem vorbei und biegen bei Bonaduz s\u00fcdw\u00e4rts ab, in die Via Mala hinein. Die sieht so aus, wie man sie sich vorstellt, mit schroff abfallenden Felsklippen und gletschermilchwei\u00dfem Wasser, das am Boden der Schlucht tobt. Leider wird die romantische Idylle ein wenig durch die Autobahn gest\u00f6rt, die mittendurch f\u00fchrt. Ich meine, ich fahre ja selber und bin nicht wirklich technophob, aber das hier ist schon heftig. Zumal ja auch noch eine Bundesstrasse durchf\u00fchrt. OK, die Autobahn hei\u00dft nur Schnellstrasse, aber die etwas engeren Kurvenradien und die fehlende Standspur \u00e4ndern nix daran, dass das Ding echt quer durch die Landschaft klotzt. W\u00e4re ich ein lokaler Romanscher, w\u00e4re ich ordentlich angefressen. Ich bin aber keiner, und wir nehmen die Bundesstrasse.<\/p>\n<p>Die Schlucht ist \u00fcbrigens an sich sehr beeindruckend. Und bei Andeer ist sie wieder aus. Das anschlie\u00dfende kleine Quertal hei\u00dft Rheinwald, wohl weil hier ums Eck mit Vorder- und Hinterrhein derselbe entspringt. Um den Gole di Rofla herum nach Sufers und zum Ort Spl\u00fcgen. Der ist mit 1450 Meter fast schon so hoch wie der ganze Pasubio vor zwei Tagen, und dennoch f\u00fchrt die kleine Stra\u00dfe von hier s\u00fcdw\u00e4rts noch einmal achthundert Meter hinauf auf den Spl\u00fcgenpass mit 2115 Meter, links die Suretta, rechts der Piz Tambo, dazwischen der Talschluss, weit jenseits der Baumgrenze, es ist eine einzige riesige Ger\u00f6llhalde, die hinauf sich die schmale Strasse windet. Zwei Kehren vor dem Pass \u00fcberholen wir im Regen zwei Radfahrer. W\u00e4ren die jetzt am Mopped, w\u00fcrde ich mir denken, pfau, harte Hunde. Aber am Fahrrad? Dabei ist das sicher die wesentlich h\u00e4rtere Nummer.<\/p>\n<p>Aber von Logik war ja auch nie die Rede, da h\u00e4tten wir gleich nach Z\u00fcrich fliegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf der Passh\u00f6he ducken sich zwei kleine Steinh\u00e4user und ein Grenzstein, ein Schranken, die Italiener haben sogar eine Fahne wehen, \u00fcber den Pass peitscht vom S\u00fcden her der Regen in heftigen B\u00f6en. Es geht ganz besonders steil abw\u00e4rts. 800 H\u00f6henmeter in knapp 40 Kilometer, um dem ganzen eine Dimension zu geben. Zweihundert Meter unter dem Pass liegt Montespluga, fr\u00fcher einmal ein nur im Sommer bewirtschaftetes Almdorf. Alles ist aus Stein, kein Baum in Sicht. Seit dreitausend Jahren f\u00fchrt hier ein wichtiger Handelsweg von Chur nach Mailand, Gott muss das hier heroben einsam gewesen sein. Eigentlich ist es ja jetzt noch trostlos, umso mehr als es inzwischen in Str\u00f6men regnet. Wir parken uns f\u00fcr einen Kaffee ein und bewundern die herumstehenden Moppeds. Ja ja, es ist Samstag und nach Mailand sind es knapp 100 Kilometer. Warum soll das hier anders sein?<\/p>\n<p>Der Herr vor uns sieht aus wie ein gepflegt-erfolgreicher h\u00f6herer Manager, alleine die Frisur seiner Beifahrerin hat sicher dreistellig gekostet. Die stopft sich jetzt missmutig die teure Frisur unter den teuren BMW-Klapphelm und klettert auf die teure 1200 GS Adventure zu ihrem ebenso schick wie teuer gestylten Partner, um im str\u00f6menden Regen mit (hinter?) ihm bergw\u00e4rts zu fahren. Ich sch\u00e4tze die beiden so um die Mitte Vierzig, was m\u00fcssen die sich beweisen? Weil so wie Spa\u00df hat das nicht ausgesehen. Einen Augenblick lang \u00fcberlege ich mir, ob ich ihnen sagen soll, dass es jenseits des Passes nicht mehr regnet. Aber ich sitze ja in einer Dose, also lass\u2019 ich es bleiben.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend sind die rund 40 Kilometer die reine Kurvenorgie, die wir uns mit Moppedfahrern in jeder Aufmachung plus ein paar wahnsinnigen Radfahrern teilen, bergab dr\u00fccken die Jungs m\u00e4chtig an, ob es auf einem Fahrrad so etwas wie Schissrand gibt? Im Regen? Und es gibt mehr als eine Kurve hier, in der Du nicht hinfallen willst, unter gar keinen Umst\u00e4nden, weder nass noch trocken. Und es w\u00e4re nicht wegen der Leitplanken, allenfalls wegen Fehlen derselben. Hab\u2019 ich schon gesagt, dass es steil abw\u00e4rts geht?<\/p>\n<p>Im Winter muss das hier eine schicke Skigegend sein, so nahe bei Mailand, die Dichte der heftig scheu\u00dflichen Appartmentbl\u00f6cken, auf modern-alpin gequ\u00e4lt, nimmt mit abfallender Meeresh\u00f6he quadratisch zu. Im Tal, hinter Chiavenna, tritt sogar die lokale Rennleitung auf, aber die winken nur irgendeine dicke Harley vor uns an die Boxen.<\/p>\n<p>Je weiter wir nach unten kommen, desto mehr klart es auf, beim Comer See gibt\u2019s dann wieder Palmen und Sonne. Und eine Autobahn, auf der man nix zahlen muss, den ganzen See entlang bis Lecco. Das sind rund 80 Kilometer, davon rund die H\u00e4lfte in Tunnels. Ich h\u00e4tte lieber was bezahlt und daf\u00fcr in den Tunnels eine ordentliche Beleuchtung gehabt. Du f\u00e4hrst jedes Mal ins absolute schwarze Loch, soviel illegale 100 Watt Birndln kannst Du gar nicht drin haben in Deinen Scheinwerfern. Von einer Sonnenbrille ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Wir wollen heute noch bis Bologna und dann s\u00fcdlich in den Appenin, also werfen wir uns nach Bergamo und machen wieder einmal Meter auf der Dosenbahn. Brescia, Cremona, Parma, Modena \u2013 das klingt wie eine Speisenkarte, bringt uns aber nur bis s\u00fcdlich von Bologna. In Sasso Marconi biegen wir ab ins Gem\u00fcse. Wer hat \u00fcbrigens gewusst, dass Guglielmo Marconi hier ein scheu\u00dfliches, riesengro\u00dfes Mausoleum hat? Wir sch\u00fctteln uns pflichtgem\u00e4\u00df beim Vorbeifahren, dann geht es ab in die Berge.<\/p>\n<p>Irgendwie haben die Idee auch andere gehabt, vor allem Bockfahrer. Diesen Teil des Appenin nennen die Italiener Alpe di San Benedetto, und es gibt viel mehr italienische Bockfahrer, als man sich so vorstellt. Und dass die hier so viele Japsen und Joghurtbecher verkaufen d\u00fcrfen, hab\u2019 ich mir auch nicht gedacht.<\/p>\n<p>Die Gegend ist lieblich h\u00fcgelig, zwischen 700 und 1200 Meter, auf den einzelnen H\u00fcgeln liegen jeweils kleine St\u00e4dtchen, die in der untergehenden Sonne in allen Erdfarben leuchten, die man sich nur vorstellen kann, von dunkelrostrot \u00fcber siena und hellbraun bis gelberdig. Auf einem der kleinen H\u00fcgel finden wir, was wir suchen, weil man es uns mehrfach empfohlen hat: Das schicke kleine italienische Landhotel mit Superk\u00fcche. Als wir in den Hof einfahren, reihen sich die BMW und Mercedes neben den Porsches. What ever happened to Alfa Romeo, von Ferrari oder Maserati ganz zu schweigen? Schlie\u00dflich sind das hier alles Nummernschilder aus Bologna und Firenze, f\u00fcr das Geld muss es doch hier ganz andere Autos geben als Range Rovers und irgendwelche japanischkoreanischchinesische-SUV-Monstren?<\/p>\n<p>Die beste aller Ehefrauen schaut mich an, ich schaue sie an, dann fahren wir wieder aus dem Hof. Der n\u00e4chste Ort hei\u00dft Loiano, dort steht das Hotel Residence Pineta, ein riesengro\u00dfer, etwas altmodischer Kasten, in dem das Doppelzimmer f\u00fcnfzig Euronen kostet. Wir sind das\u00a0 einzige Auto auf dem Parkplatz, der Rest sind nur Motorr\u00e4der, die meisten aus der Gegend, zwei, drei \u00d6sterreicher, plus der \u00fcbliche Genierpiefke. Im Ort gibt es einen dicken Wirt namens Benvenuti, der hei\u00dft wirklich so und freut sich einen Affen ab, als wir uns auf die Terrasse setzen wollen. Erstens ist es nicht so kalt, zweitens drinnen schon bummvoll, und last but not least will die beste aller Ehefrauen auch vor dem Essen tschicken.<\/p>\n<p>Herr Benvenuti klagt, dass er seit f\u00fcnf Wochen die Terrasse herausger\u00e4umt hat, \u201eaber keiner will drau\u00dfen sitzen, es ist zu kalt hier heroben.\u201c Siebenhundertf\u00fcnfzig Meter und so weit s\u00fcdlich wie die C\u00f4te d\u2019Azur find\u2019 ich ja nicht so berauschend hochalpin, aber Italiener sehen das anders. Ob uns der padrone ein paar lokale paste machen kann, so zum ausprobieren?<\/p>\n<p>Er kann, wir bekommen pro Person vier Probeteller, dann sind wir abgef\u00fcllt, noch ein Liter rosso di casa, und w\u00e4hrend Herr Willkommen die Formen der einzelnen handgemachten Nudeln und ihre Saucen aus Schwammerln und Ruccola und formaggio bianco und wasweissichnochk\u00f6stliches im Detail erkl\u00e4rt, d\u00f6sen wir friedlich in den Abend.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Heimkehr erweist sich das Schlachtschiff wieder einmal als enorm n\u00fctzlich, weil kann nicht umfallen, unter keinen Umst\u00e4nden. Wir schlafen tief und fest und tr\u00e4umen von Schwammerlsaucen und frischem L\u00f6wenzahn.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag strahlt die Sonne, und ich schw\u00f6re, noch nie in meinem Leben auf Nebenstrassen so vielen Motorradfahrern auf einmal begegnet zu sein. Wir zockeln durch die Landschaft, \u00fcber winzige, kurvenreiche Landstrassen, die sich \u00fcber unz\u00e4hlige H\u00fcgel hinauf und wieder hinunter winden. Zu Mittag landen wir in einem Kaff namens Firenzuola, mit einem quadratischen Renaissanceplatz und einer hochmodernen Betonkirche aus den F\u00fcnfzigern, wer wei\u00df, was sich da f\u00fcr eine Geschichte abgespielt hat. Weil es Sonntag Vormittag ist, ist der ganze Ort erstens auf den Beinen und zweitens auf dem Hauptplatz zu finden, tutta la famiglia von der Oma, die im Kaffeehaus mit anderen Omas tratscht, bis hin zu den Kids, die sich im Fu\u00dfball auf der piazetta \u00fcben. Dazwischen werden Neuigkeiten ausgetauscht, das neue Kleid ausgef\u00fchrt und der m\u00f6gliche Schwiegersohn begutachtet.<\/p>\n<p>Wir sitzen unter den Arkaden und essen schon wieder, kleine scharfe Dauerw\u00fcrste und getoastetes Wei\u00dfbrot mit k\u00f6stlichen Aufstrichen und einen ebenso k\u00f6stlichen Salat und irgendwelche handgewuzelten dicken Nudeln \u201econ uovo, signore\u201c mit ebenfall k\u00f6stlicher Sauce, und wir wissen schon wieder nicht genau, was es ist, au\u00dfer dass es garantiert dick macht.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gehen wir ein bisserl Kurven fahren, weil bisher hatten wir ja das noch nicht.<\/p>\n<p>Jetzt fliegen die Moppedfahrer wirklich tief: Die gem\u00fctlichen Tourenfahrer, der dicke \u00e4ltere auf dem dicken \u00e4lteren Bock, der verhinderte Rennfahrer mit dem knackigen Lederarsch, den er vor mir in die Kurve h\u00e4ngt, als gelte es sein Leben. Die Rudelfahrer, die sich einzeln f\u00fcrchten und daher immer gemeinsam auftreten. Der junge Mann, der sein M\u00e4dchen ausf\u00fchrt. Dazwischen alles andere, Guzzis, Ducatis, Cagivas, aber auch Japsen und die allf\u00e4lligen Bi-Emme-Wu\u2019s, die eine oder andere Buell und Harley. Die leise an Dir vor\u00fcbertuckernden. Die hemmungslos laut in die Kurven br\u00fcllenden. Die die so knapp an Dir vorbeifahren, dass Du dich fast anschei\u00dft. Und schlie\u00dflich auch die, die einfach auf Deiner Strassenseite aus der Kurve heraus kommen.<br \/>\nDas wir mit keinem dieser Deppen zusammenstossen, grenzt an ein Wunder.<\/p>\n<p>Wer nach Scarperia f\u00e4hrt und glaubt, dort gibt es Schuhe, wird eines besseren belehrt. Die Spezialit\u00e4t des Ortes, lehrt uns unser F\u00fchrer, sind Messer. Wir sind die Stra\u00dfe von Firenzuola gekommen, \u00fcber einen Pass, selbstverst\u00e4ndlich, den Giogo di Scarperia, der hei\u00dft wirklich so, und je n\u00e4her wir dem Ort kommen, desto mehr Motorr\u00e4der gibt es.<\/p>\n<p>Die Eingeweihten grinsen schon, aber wir waren keine Eingeweihten, also kamen wir den H\u00fcgel herunter von Ponzalla Richtung Scarperia, und dann sahen wir sie: Zehntausend, nein, f\u00fcnfzehntausend Motorr\u00e4der, alle sorgsam abgestellt, auf Wiesen, auf Nebenstrassen, in H\u00f6fen, auf Gehsteigen und auf Parkpl\u00e4tzen. Und wenn ich sage abgestellt, dann meine ich abgestellt, wenn der Besitzer des Bockes in der Mitte des Parkplatzes wegfahren will, muss er warten, bis die anderen auch wegfahren, weil sonst kommt er an sein Fahrzeug erst gar nicht heran.<\/p>\n<p>Und in der Ferne h\u00f6rte man es endlich, das dumpfe Dr\u00f6hnen, das beim N\u00e4her kommen immer heller wird, bis es in der N\u00e4he zu einem schrillen Kreischen wird, das alles durchdringt. Weil auf dem Autodromo del Mugello gab es den allj\u00e4hrlichen Motorrad Grand Prix, und ja, der Rossi hat gewonnen, zum achten Mal, wie die Zeitung am n\u00e4chsten Morgen beim Fr\u00fchst\u00fcck erkl\u00e4rt. Das Foto von Rossi nimmt die halbe erste Seite ein, dabei ist der Kerl doch eh\u2019 so ein Zniachtl.<\/p>\n<p>Ich hab\u2019 nicht einmal kurz \u00fcberlegt, ob ich stehen bleiben soll, angesichts dieser Massen, weil ein paar Wiesen waren auch mit Pkw zugeparkt, fein s\u00e4uberlich in Reih\u2019 und Glied, das ist ein gesittetes Volk, die Italiener.<\/p>\n<p>Also fuhren wir die f\u00fcnf Kilometer bis Borgo San Lorenzo und dann die strada statale 302 wieder nordwestw\u00e4rts, selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber einen Pass, den Colle dell\u2019Alpe, Gott strafe mich, so hei\u00dft der, und dann noch einen und dann noch einen, bis nach Faenza hinauf.<\/p>\n<p>So weit im Norden fiel dann die Frequenz der einspurigen Kollegen wieder auf die eines normalen Sonntag Nachmittag, im Juni, bei sch\u00f6nem Wetter, in der Toscana, der Emilia Romagna oder den Marche.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ist Montag, und wir schiffen uns am Abend auf die F\u00e4hre nach Split ein. Nat\u00fcrlich sind wir viel zu fr\u00fch da, aber die beste aller Ehefrauen kommt lieber zu fr\u00fch als zu sp\u00e4t an. Nebenan liegt eine grosse griechische F\u00e4hre, nach Patras, und eine ganze Gruppe von griechischen Motorradkollegen, die offenbar alle in Mugello waren, schickt sich an, sich einzuschiffen, und versammelt sich zu diesem Zwecke vor der Laderampe.<\/p>\n<p>Da fachsimpeln zwei, die Lederhose offen bis zum Bauch. Eine mittelalterliche Dame kramt im Seitenkoffer, zwei graumelierte Herren mit Schmerbauch sitzen auf ihren B\u00f6cken, rauchen und trinken je eine Dose. Bier, wahrscheinlich, k\u00f6nnte aber auch Cola sein. Mindestens drei\u00dfig Weiblein und M\u00e4nnlein scharen sich da, und das Durchschnittsalter liegt deutlich \u00fcber drei\u00dfig, wenn ich das richtig einsch\u00e4tze.<\/p>\n<p>Irgendwie m\u00f6chte ich mit diesem Rudelreisen nicht assoziiert werden, also bin ich jetzt ganz froh, wieder im Dieseldampfschiff zu sitzen, da fallen wir wenigstens nicht auf. In Wirklichkeit, vermute ich, geht es bei diesen Rudelauftritten \u00fcberhaupt nur ums Ankommen und Abfahren und den damit verbundenen Rudeleffekt. Weil Kolonnenfahren auf der Dosenbahn kann einfach nicht so witzig sein.<\/p>\n<p>Ach ja: Gegen\u00fcber der Abfertigungshalle schon wieder so eine Bronzetafel. Diesmal in die St\u00fctzmauer der hier steil ansteigenden Altstadt eingelassen. \u201eIm Angesicht der Heimat\u201c lese ich da, \u201ef\u00fcr immer von ihr entfernt \u2026 nie vergessen \u2026 ewige Treue\u201c da haben sich die Kolonialitaliener verewigt. 1974 steht da als Jahreszahl, nix erster Weltkrieg. Lernen die Deppen denn nie dazu?<\/p>\n<p>Am Abend legen wir endlich nach Split ab.<\/p>\n<p>Fazit: Dreitausend Kilometer, rund eine Woche unterwegs, und dank Klimaanlage eine Sehnenscheidenentz\u00fcndung im linken Ellenbogen. \u201eMit dem Motorrad w\u00e4re das nicht passiert\u201c, mault mein Bauch. \u201eMit dem Motorrad h\u00e4ttest Du jetzt mit den Rudelgriechen einen hoch peinlichen Auftritt hinlegen m\u00fcssen\u201c, erwidert mein kleiner Mann im Ohr.<\/p>\n<p>Derzeit fatsche ich meinen linken Unterarm. Und fahre wieder regelm\u00e4\u00dfig mit der Triumph einkaufen. Weil da geht ja auch was rein, in die Koffer.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich f\u00fchrte die Route von Split n\u00f6rdlich \u00fcber die Dosenbahn bis Ogulin, von dort westw\u00e4rts durch den n\u00f6rdlichen Karst (Bjela Lasica) bis Rijeka und Triest, dann A4 Mestre \u2013 Padua \u2013 Vicenca \u2013 Passo Plan \u2013 Trento \u2013 Brenner \u2013 Arlberg \u2013 Z\u00fcrich (jaja, und Olten) und retour via Chur \u2013 Spl\u00fcgen \u2013 Lecco \u2013 Bergamo \u2013 Brescia \u2013 Cremona (A1) \u2013 Bologna \u2013 quer durchs Geb\u00fcsch zwei Tage bis Ancona \u2013 F\u00e4hre nach Hause (Split).<br \/>\nBockm\u00e4ssig relevant waren dabei (es empfiehlt sich jeweils der Blick auf Google Earth)<br \/>\na) die Strecke durch den Karstwald Bjela Lasica nord\u00f6stlich von Rijeka,<br \/>\nb) die Strecke Vicenca \u2013Rovereto (vor allem das St\u00fcck ab Schio \u00fcber den Pasubio vom Veneto ins Trentino hin\u00fcber,<br \/>\nc) der Spl\u00fcgen, genauer gesagt von Chur (Schweiz) \u2013Via Mala \u2013 Spl\u00fcgen Ort &amp; Pass \u2013 Chiavenna und den Comer See entlang,<br \/>\nd) und zuletzt die Alpe di San Benedetto, von der Autobahnabfahrt (A1) Sasso Marconi bis Scarperia und dann die SS 302 nordostw\u00e4rts bis vor Faenza.<\/p>\n<p>Auf allen Strecken hatten wir reichlich einspurigen Verkehr in beide Richtungen, also bitte nicht hauen, wen wer die beschriebenen Strecken schon kennt\/gefahren ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Reisebericht der annderen Art.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-31","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichten-aus-dem-alltag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}