{"id":180,"date":"2012-11-09T19:17:39","date_gmt":"2012-11-09T19:17:39","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.igler.at\/blog\/?p=180"},"modified":"2012-11-09T19:17:39","modified_gmt":"2012-11-09T19:17:39","slug":"jo-derfens-denn-des","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.igler.at\/?p=180","title":{"rendered":"Jo derfen&#8217;s denn des?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Seit Einf\u00fchrung des Euro ist das im Umlauf befindliche Bargeld um das vierfache im Wert gestiegen. Wo genau all diese Euro sind, wei\u00df eigentlich niemand. Die EZB in Frankfurt vermutet, dass ein Teil davon au\u00dferhalb der Eurozone kursiert. Zum Beispiel im Kosovo und in Montenegro, wo der Euro ganz offiziell als Landesw\u00e4hrung verwendet wird, ohne dass es eine offizielle Erlaubnis daf\u00fcr g\u00e4be.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>(Dieser Text erschien vor einem Jahr in CASH\u2022FLOW. Mittlerweile ist\u00a0Milo \u0110ukanovi\u0107 wieder Ministerpr\u00e4sident von Montenegro und soll sein Land in die EU f\u00fchren. Der Artikel hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren \u2026 )<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/annrep\/ar2011de.pdf\" target=\"_blank\">j\u00e4hrliche Bericht<\/a> der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) ist\u00a0 zugegebenerma\u00dfen nicht jedermanns Vorstellung einer vergn\u00fcglichen Sonntagsnachmittagslekt\u00fcre. Wer sich jedoch die M\u00fche macht, das Monster-pdf vom <a href=\"http:\/\/www.ecb.int\/press\/html\/index.en.html\" target=\"_blank\">Presse-Download-Server<\/a> in Frankfurt am Main durchzuforsten, kann ein paar interessante Details ausgraben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zum Beispiel die Sache mit den im Umlauf befindlichen Banknoten. Die werden n\u00e4mlich immer mehr.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Eigentlich sollten sie ja immer weniger werden, schlie\u00dflich tragen wir, dank stetig steigender Volumina der Kreditkarten-Transaktionen, sich rasant vermehrender Bankomatkassen und des ebenfalls per definitionem bargeldlosen Einkaufens im Internet, das ja angeblich auch stetig w\u00e4chst, immer weniger Banknoten im B\u00f6rserl herum. M\u00f6chte man annehmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Doch dem ist, wie schon erw\u00e4hnt, offensichtlich nicht so,\u00a0 denn sowohl die Anzahl als auch der Wert aller im Umlauf befindlichen Banknoten ist stetig steigend. 2002, als die ersten Eurobanknoten ausgegeben wurden, druckten die jeweiligen nationalen Notenbanken insgesamt rund acht Milliarden St\u00fcck Banknoten mit einer Gesamtnominale von knapp \u00fcber 200 Mrd. Euro. Acht Jahre sp\u00e4ter, Ende 2010, waren vierzehn Milliarden Banknoten im Umlauf, mit einer Gesamtnominale von 840 Mrd. Euro. Das ist, bevor Sie nachrechnen, in etwa eine Verdoppelung der St\u00fcckzahl, bei einer Vervierfachung der Nominale. Womit sich die Frage stellt: Wo ist all dieses Bargeld?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Na ja, werden Sie jetzt einwenden, schlie\u00dflich sind seit 2002 eine Reihe von L\u00e4nder der Eurozone beigetreten, das hat sicher einiges ver\u00e4ndert. Mag sein, erwidert der Statistiker der EZB, aber aus der Wachstumskurve ist das nicht ersichtlich, und eine Vervierfachung erkl\u00e4ren die paar Beitritte auch nicht wirklich. Der einzige echte Blip in der sonst linearen Kurve ergab sich im Oktober 2008,\u00a0 als anl\u00e4sslich der Lehmann-Pleite der Wert der Noten im Umlauf innerhalb eines Monats um rund 40 Mrd. Euro anstieg: Offenbar hat die Krise einige dazu verleitet, wieder auf Bargeld unter der Matratze umzusteigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und obwohl die Zahlen der EZB auch die Sichteinlagen bei den Banken beinhalten, d\u00fcrfte das Gros dieses Blips tats\u00e4chlich unter diversen Matratzen und in verschiedensten Gurkengl\u00e4sern zwischen Rovaniemi und\u00a0 Palermo verschwunden sein, umso mehr, als die EZB in ihrem j\u00fcngsten Bericht anmerkt, dass die Mehrheit der damals ausgegebenen Scheine bis heute nicht zur\u00fcckgekehrt sei, w\u00e4hrend die \u201eLebenszeit\u201c eines normal im Umlauf befindlichen Scheines, vor allem bei niedrigeren Nominalen, bei durchschnittlich achtzehn Monaten liegt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Doch das erkl\u00e4rt nur einen, noch dazu relativ geringen, Teil des vervierfachten Wertvolumens, wie auch die EZB zugibt. Linear aufgeteilt auf alle B\u00fcrger der Eurostaaten erg\u00e4be das einen Barbetrag von 2.300 \u20ac pro B\u00fcrger, von der Oma bis zum Kleinkind.\u00a0 Und selbst wenn man die Bargeldbest\u00e4nde der einzelnen Zentralbanken ber\u00fccksichtigt, schwappt da ziemlich viel Cash durch die Gegend.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wo genau all dieses Bargeld herumgeistert, wei\u00df im Grunde niemand. Die EZB vermutet, dass rund ein Viertel des Gesamtvolumens au\u00dferhalb der Eurozone in Umlauf ist. (Anderen Quellen zufolge ist das noch konservativ gesch\u00e4tzt.) Als Grund nennen die Eurobanker auf ihrer Website \u201esteigenden Bedarf aus osteurop\u00e4ischen Nicht-EU-Staaten\u201c, deren W\u00e4hrung in der Finanzkrise \u201egegen\u00fcber dem Euro stark abgewertet\u201c h\u00e4tten. Wobei unter \u201eosteurop\u00e4ischen\u201c Staaten haupts\u00e4chlich der Balkan gemeint sein d\u00fcrfte, wo der Euro nahtlos das Erbe der Deutschen Mark angetreten hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dabei verschweigt das eigene Kapitel \u201eDer Euro au\u00dferhalb der Eurozone\u201c auf dem EZB-Server dezent, dass in zwei L\u00e4ndern auf dem Balkan \u2013 Kosovo und Montenegro, beides Nachfolgestaaten des alten Jugoslawien \u2013 der Euro ganz offiziell nationales Zahlungsmittel ist, und es keine eigene nationale W\u00e4hrung gibt. Und zwar ohne dass die EZB oder sonst wie irgend jemand um Erlaubnis gefragt wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schon im alten Jugoslawien hielt man von der deutschen W\u00e4hrung mehr als vom eigenen Dinar, gespiegelt in dem klassischen Witz: \u201eFrane hat von seinem Onkel in Amerika 50.000 Dollar geerbt.\u201c \u201eWie viel ist das in unserer W\u00e4hrung?\u201c \u201eNa, in etwa hunderttausend D-Mark.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Tradition hat sich bis heute erhalten, schlie\u00dflich hat Slowenien der Euro schon eingef\u00fchrt, w\u00e4hrend EU-Beitrittskandidat Kroatien seinen B\u00fcrgern ganz offiziell Bankkonten und Sparb\u00fccher in Euro anbietet, die diese auch flei\u00dfig nutzen. Gr\u00f6\u00dfere Summen, etwa f\u00fcr einen Pkw oder eine Immobilie, werden selbst in offiziellen Ank\u00fcndigungen in Euro angegeben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der kroatischen Zentralbank in Agram erkl\u00e4rt man dazu, das sei eine bewusste Ma\u00dfnahme, um vor allem die Schattenwirtschaft, die sich vor und w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkrieges ziemlich breit gemacht hatte, auszutrocknen, schlie\u00dflich sei es zwar legal, Euro zu besitzen, aber illegal, sie selber in Kune zu tauschen, au\u00dferdem entziehe man so dem Schwarzmarkt gr\u00f6\u00dfere Summen Bargeld, ohne die dieser nur schlecht funktionieren kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Genau das, vermuten Insider, habe die Regierungen in Podgorica und Pri\u0161tina bewogen, es anders zu machen. Sprich: Sich statt einer eigenen W\u00e4hrung gleich mit \u201eThe Real Thing\u201c \u2013 \u00e4h, W\u00e4hrung \u2013 zu begn\u00fcgen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Beim Kosovo ist das eher verst\u00e4ndlich, ist doch die ehemals serbische Provinz heute eine Art Kolonie der Europ\u00e4ischen Union, komplett mit einem EU-Statthalter, der Hoher Kommissar genannt wird. In ihrer ersten Kolonie, Bosnien und Herzegowina, hatte die EU noch eine eigene W\u00e4hrung aufgelegt, die so genannte \u201eKonvertible Mark\u201c, im Kosovo hat man von Anfang an darauf verzichtet. Au\u00dferdem kommt die Mehrheit des Staatshaushalts sowieso direkt aus Br\u00fcssel, da spart man sich dann auch gleich das Umrechnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im unabh\u00e4ngigen Staat Montenegro, der sich im \u00fcbrigen friedlich von Serbien gel\u00f6st hat und auch mit seiner Anerkennung weltweit keinerlei Probleme hat, ist die Sachlage anders. Um das zu erkl\u00e4ren, muss man ein wenig ausholen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Montenegro ist nicht Italienisch f\u00fcr Schwarze Berge (sonst hie\u00dfe es Monteneri), sondern Venezianisch, und nur eine \u00dcbersetzung des slawischen Crna Gora, das sowohl mit schwarze Berge als auch schwarzer Wald oder schwarz bewaldeter Berg \u00fcbersetzt werden kann. Ungef\u00e4hr so stellt sich das Land auch dar: \u00dcber der lieblichen Bucht von Kotor erhebt sich ein dunkles, steil aufragendes Bergmassiv, das ziemlich unfreundlich und ziemlich uneinnehmbar aussieht, die Venezianer jedenfalls haben es in sieben Jahrhunderten nicht probiert. Hier ist mit der Tara-Schlucht der tiefste Canyon Europas, w\u00e4hrend die T\u00e4ler nur \u00fcber schmale Bergp\u00e4sse erreichbar sind. Die Gegend ist im europ\u00e4ischen Vergleich recht d\u00fcnn besiedelt, Strassen gibt es kaum, und selbst die Einfahrt zur Bucht von Kotor muss man von der See aus in der tief zerkl\u00fcfteten K\u00fcstenlandschaft der s\u00fcd\u00f6stlichen Adria erst einmal finden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ach ja, und wild romantisch und pittoresk ist es nat\u00fcrlich auch, die Bucht von Kotor gilt unbestritten als einer der h\u00fcbschesten Orte im ganzen Mittelmeer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Politisch ist es weniger romantisch, die Macht liegt in Wahrheit bei einer Reihe von Klan-F\u00fchrern aus den jeweiligen T\u00e4lern und Poljes, und die Strukturen sind eher feudal. Daf\u00fcr hat Montenegro als einziger Nachfolgestaat des alten Jugoslawien eine lange Tradition der Eigenstaatlichkeit und wird seit dem elften Jahrhundert abwechselnd von K\u00f6nigen, orthodoxen F\u00fcrstmetropoliten und t\u00fcrkischen Sandschaks regiert und wurde erst 1919 Teil des K\u00f6nigreichs Jugoslawien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In den Wirren des zerfallenden Jugoslawiens, also in den 90ern des letzten Jahrhunderts, hat sich hier das Zentrum des internationalen Zigarettenschmuggels etabliert. Auch das steht in einer langen Tradition, von der schon Karl May in \u201eDurch die Schluchten des Balkan\u201c schreibt. Schmuggeln geh\u00f6rt hier zum Alltag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es folgt der Auftritt des jugendlichen Herrn Milo \u0110ukanovi\u0107, 1962 in Nik\u0161i\u0107 geboren, der wurde 1991 mit nur 29 Jahren Premierminister und 1998 Staatspr\u00e4sident der Teilrepublik Montenegro. Und 1999 wurde die D-Mark zur offiziellen Staatsw\u00e4hrung des \u2013 damaligen \u2013 Teilstaates der Rest-Bundesstaates Jugoslawien erkl\u00e4rt. Gleichzeitig begann \u0110ukanovi\u0107, f\u00fcr die Eigenstaatlichkeit Montenegros zu werben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">B\u00f6se Zungen haben daf\u00fcr folgende Erkl\u00e4rung: \u0110ukanovi\u0107, gegen den in Deutschland und Italien Untersuchungen wegen Zigarettenschmuggels laufen, habe in der Unabh\u00e4ngigkeit einen eleganten Ausweg gesehen: Als Staatsoberhaupt eines souver\u00e4nen Staates w\u00e4re er ziemlich immun. Wegen dem bisserl Zigarettenschmuggel. Und das mit der D-Mark w\u00e4re auch einfach zu erkl\u00e4ren, denn die emsigen Montenegriner zeigten wenig Lust, den ziemlich elenden Wirtschaftskurs des Slobodan Milo\u0161evi\u0107 und den damit verbundenen Fall des Dinar mit zu finanzieren, ausserdem kann man sich mit Dinar auf dem internationalen Schmugglerparkett allenfalls l\u00e4cherlich machen, aber die D-Mark ist doch was Solides, und praktisch war es auch noch, weil ab da brauchte man nicht dauernd umrechnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Irgendwie nahm die Bundesrepublik Deutschland das damals wohlwollend zur Kenntnis, oder es ist einfach nicht weiter aufgefallen, jedenfalls ging es auch international klaglos \u00fcber die B\u00fchne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wie man aus der Geschichte wei\u00df, wurde\u00a0Montenegro\u00a0am 3. Juni 2006 ein unabh\u00e4ngiger Staat, w\u00e4hrend \u0110ukanovi\u0107, der im Februar 2008 erneut Premierminister geworden war, diesmal eines unabh\u00e4ngigen Montenegro, sich im M\u00e4rz 2008 einer Untersuchungskommission in Bari in Italien stellte, die zu einem Ergebnis kam, das nie ver\u00f6ffentlicht wurde. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach wie vor gibt es unappetitliche Ger\u00fcchte \u00fcber den Schmuggel von Menschen, Waffen und Narkotika sowie ein paar Auftragsmorde, unter anderem an Du\u0161ko Jovanovi\u0107, Herausgeber der regierungskritischen Zeitung Dan. Egal. Seit 2010 jedenfalls ist Igor Luk\u0161i\u0107 Premierminister, und das ehemalige ZK-Mitglied der jugoslawischen Kommunisten, Milo \u0110ukanovi\u0107, ist in die politische Pension verschwunden, mit knapp f\u00fcnfzig Jahren ruht er sich auf dem Lorbeer aus, Montenegro in die Unabh\u00e4ngigkeit gef\u00fchrt zu haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ach ja, ich vergass es zu erw\u00e4hnen: Als die D-Mark in den Euro aufging, nahm Montenegro selbstverst\u00e4ndlich auch den Euro an. Und das ging ebenfalls ohne gr\u00f6beren au\u00dfenpolitischen Schluckauf \u00fcber die B\u00fchne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das w\u00fcrde, wenn man es konsequent durchdenkt, nat\u00fcrlich einen Gro\u00dfteil des physischen Verbleibs eines Viertels des Bargeldumlaufs der Eurozone erkl\u00e4ren, und auch sein stetiges Wachsen: Offenbar gehen die Gesch\u00e4fte gut. Inwieweit die kalabrische N\u2019Drangheta, schlie\u00dflich keine zweihundert Kilometer entfernt am anderen Ufer der Adria, mit von der Partie ist, will niemand sagen, au\u00dferdem gilt selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr alle Beteiligten das Unwort dieses Jahrzehnts, n\u00e4mlich die Unschuldsvermutung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mittlerweile verdient Montenegro sein BNP offiziell haupts\u00e4chlich aus dem Tourismus, schlie\u00dflich ist es in Kotor ja wirklich h\u00fcbsch. Die Mehrheit der Touristen besteht aus Russen, die die cyrillischen Aufschriften ebenso sch\u00e4tzen wie das orthodoxe Weltbild, alles wie zu Hause, nur das Wetter ist deutlich besser, und man zahlt alles in Euro, auch die eigenen Bankeinlagen. Die Mehrheit der besten Grundst\u00fccke entlang der pittoresken K\u00fcste ist l\u00e4ngst fest in russischer Hand, heuer im Sommer ankerten vor Kotor schon die dicken Yachten, die so gro\u00df sind, dass sie nicht in der Marina anlegen k\u00f6nnen, sondern nur am Kai der F\u00e4hre. Und wo dann f\u00fcr die Dauer von zwei Stunden zehn finster blickende Matrosen Wacht halten, bis die 70-Meter-Yacht wieder auf Reede geht. Adriatischer Alltag 2011.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Selbstverst\u00e4ndlich ist Montenegro l\u00e4ngst offizieller Kandidat zur Aufnahme in die EU, auch um die entsprechende NATO-Mitgliedschaft ist man bem\u00fcht, sieht alles ganz rosig aus.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und an der Grenze herrscht, vor allem f\u00fcr Touristen, ein strenges Regime: Alle Barmittel \u00fcber 3.000 Euro m\u00fcssen bei der Einreise angemeldet werden, ebenso alle Kredit- und Bankkarten, die zur Bargeldabhebung an den lokalen Bankomaten \u2013 in Euro, selbstverst\u00e4ndlich, in was denn sonst \u2013 berechtigen. Weil sonst darf man weder Karten noch Bargeld wieder ausf\u00fchren. W\u00e4re ja noch sch\u00f6ner, hier.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Einf\u00fchrung des Euro ist das im Umlauf befindliche Bargeld um das vierfache im Wert gestiegen. Wo genau all diese Euro sind, wei\u00df eigentlich niemand. 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Zum Beispiel im Kosovo und in Montenegro, wo der Euro ganz offiziell als Landesw\u00e4hrung verwendet wird, ohne &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/weblog.igler.at\/?p=180\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eJo derfen&#8217;s denn des?\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-180","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=180"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.igler.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}